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Eine Blumenwiese für die Bienen

ein Geschenk für die Natur

Eine Blumenwiese für die Bienen

Fast jedes Einfamilienhaus in Deutschland hat eine Rasenfläche. Warum nicht ein Stück davon in eine Blumenwiese umwandeln? Das ist optisch bereichernd und ein Segen für die Bienen, Insekten und Kleinvögel.

Der Mensch ist ein Parasit

Der Mensch ist durch sein parasitäres Verhalten auf dieser Erde direkt oder indirekt hauptsächlich für das Artensterben verantwortlich. Auch wenn vereinfachende Kritiken es gerne so darstellen, nur zu einem kleinen Teil lässt sich der Artenrückgang auf evolutionäre Effekte zurückführen.
Durch die Industrialisierung mit dem zugehörigen Schadstoffausstoß, die Urbanisierung und die Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und ihrem Pestizid-/Herbizideinsatz ist die Artenvielfalt in Bedrängnis geraten. Immer weniger freie naturbelassene Flächen stehen dem intensiven Raubbau durch den Menschen gegenüber.

Wenn Du also noch in irgendeiner Form grünes Land besitzt, teile es mit der Natur und lege eine Blumenwiese an.

Der Nutzen für die Natur

Da es immer weniger artenreiche Wiesen und Blühstreifen zwischen den Äckern gibt, bleiben die Bienen mittlerweile hungrig.

Bienen produzieren nicht nur leckeren Honig. Sie haben auch die Aufgabe, als Bestäuber für den Erhalt und die Fortpflanzung der Pflanzenwelt zu sorgen. Etwa 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt (lt. dt. Imkerbund). Dadurch ist für uns unersetzlich.

Mit einer Wiese hilfst Du aber nicht nur den Bienen. Auch eine Vielzahl anderer Insekten von der Ameise bis zum Schmetterling wirst du dort finden können. Durch das reichhaltige Angebot an Sämereien und Insekten finden unsere heimischen Kleinvögel mehr Nahrung.

Eine Blumenwiese anlegen – so geht’s

Der beste Zeitpunkt ist der Frühjahr ab etwa März.

1.Die geplante Wiesenfläche fräsen und ggf. abmagern durch Einarbeiten von Sand.

2. Eine geeignete Wiesensamenmischung von Hand aussäen
(z.B. Blumenwiese standard von Hof Berggarten) „Geeignet“ bedeutet in diesem Fall möglichst regionaltypische Mischungen zu verwenden.

3. Das Saatgut mit Sand strecken, damit eine bessere Verteilung gewährleistet ist.

4. Leicht einharken und mit einer Rasenwalze anwalzen.

5. Feucht halten, bis sich die jungen Pflanzen etabliert haben.

Das erste Jahr ist die Wiese meist etwas karg. Es bietet sich daher an, für das erste Jahr eine einjährige Saatmischungen für Bienenweiden beim Säen dazuzugeben (z.B. Phacelia, Buchweizen, Ringelblume, Borretsch, Dill und Kornblumen)

Im Jahr der Neuanlage nur einmal im Herbst mähen. In den Folgejahren je nach Wuchs ein bis zwi Schnitte. Das Schnittgut nicht sofort wegräumen, sondern auf der Wiese in alter Manier trocknen lassen. So wird gewährleistet, dass ausreichend Samen für das Folgejahr vorhanden sind. Wir füllen das trockene Heu zur Aufbewahrung in Leinensäcke und verfüttern es an unsere drei Zwergkaninchen. Sie lieben es.

In den folgenden Jahren kannst Du beobachten, wie sich Deine Wiese weiter etabliert und sich dem individuellen Standort anpasst. Einige Sorten werden verschwinden, andere werden sich intensiver ausbreiten. Auch je nach Witterung wird Deine Wiese jedes Jahr einen eigenen Charakter haben. Alle paar Jahre lassen wir die Wiese speziell im Herbst länger stehen, damit sich die Wiese besser versamt.

Was du noch tun kannst

Mit dem Schnittholz aus Deinem Garten kannst Du Reisighaufen an den Grundstücksrändern anlegen. Totholz, wie z.B. alte Obstbäume stehen lassen. Die erd- und höhlenbrütenden Kleinvogelarten danken es Dir. Auch Igel fühlen sich dort wohl.

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Autor, Fotograf, Blogger und Initiator von 24notes, dem Magazin für Literatur, Fotografie und der Kunst, das Leben zu verstehen.
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