Dreimal grün - 24notes
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Fotoprojekt

Dreimal grün

Dreimal grün

Der Triptychon als dreiteilige Bildform hat seinen Ursprung in der sakralen Kunst. Oftmals handelte es sich dabei um Altarbilder. Mittlerweile allerdings ist dieser dreiteilige Bildaufbau längst aus den Kirchen herausgetreten. Viele namhafte Künstler der Moderne haben diese Bildform aufgegriffen, z.B. Max Beckmann, aber auch der Brite Francis Bacon.

Fotografischer Triptychon

Auch die Fotografen haben den Triptychon schon längst für sich entdeckt. Auch ich habe bereits mehrere Male als Fotokünstler diese dreiteilige Bildform benutzt, und einen davon auch hier bei 24notes veröffentlicht. Für alle, die meinen ersten „Triptycon“ nicht gesehen haben: weder in der Überschrift noch im letzten Halbsatz gibt es einen Rechtschreibfehler. Ich benutze den Begriff „Triptycon“ – man beachte die Schreibweise – aus einem einfachen Grund. Nämlich weil ich mich gegen alles bisher Dagewesene abgrenzen möchte.

Dreimal grün

Diesmal beschäftige ich mich also mit der Farbe grün in der Natur. Einmal das grün, das aus dem Wasser kommt, beim zweiten Mal mit dem vergänglichen Grün der Bäume. Ja, es ist vergänglich, auch wenn es Jahr für Jahr von neuem entsteht. Und als dritte Bildserie die Farbe grün als Farbe des Rasens, der das ganze Jahr über besteht. An dieser Stelle: ich wollte hier bewusst keinen immergrünen Nadelwald zeigen. Das Weihnachtslied vom Tannenbaum ist mir wirklich schon längst zu abgedroschen.

Eine Bildfolge außerhalb der Serie

Diesen dreifachen Triptycon sehe ich als eigenständiges Kunstwerk. Deswegen steht er für mich außerhalb der Serie, die mit der Nummer 1 beginnt, und von der ich bisher auch nur diese eine Bildserie veröffentlicht habe. Ohne Wasser kein Leben, ohne grün kein Leben an Land, solange grün da ist, solange darf man noch hoffen. Das weitere sollen die Bilder erzählen.

…also nicht doch religiöse Kunst?

Also bitte, nicht falsch verstehen. Ganz sicher keine Kirchenkunst. Und einen Heiligenschein möchte ich weder mir selbst noch meinen Bildern verpassen. Diese sind subjektiv, über eine eventuelle Objektivität, darüber müssen andere (mit)entscheiden. Geht man allerdings in etwa von einem pantheistischen Weltbild aus, so wie es Spinoza oder auch Goethe mit sich trugen, so zeigt sich hier Gott sogar von einer ganz wichtigen Seite. Ganz egal auch was man glaubt: das grün ist ein Teil der Schöpfung, ohne den niemand von uns leben könnte.

1 – wie alles begann

2 – vom enstehen und vergehen

3 – was bleibt

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Geri ist leidenschaftlicher Fotograf mit einem intensiven Blick für verborgene Details. Er arbeitet ausschließlich digital und zeigt seine Arbeiten u.a. auch bei 24notes.

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