27 Juli Ragnar Axelsson Greenland
Ragnar Axelsson Greenland – im Kunstfoyer der Versicherungskammer
Der isländische Fotograf gastierte schon vor fünf Jahren im Kunstfoyer der Versicherungskammer, damals noch am früheren Standort.
Und ich sage es gleich am Anfang: ich freue mich sehr darüber, dass seine Fotoarbeiten erneut in München zu sehen sind, diesmal speziell über Grönland. Beeindruckende SW Aufnahmen aus einer empfindlichen von der Erderwärmung besonders schlimm betroffenen Welt.
Geht es um dieses Thema, dann erinnere ich mich noch an den Erdkunde Unterricht in der Schule, wo immer vom „Ewigen Eis“ die Rede war. Ob sich das als ganz so richtig erweist, das bleibt abzuwarten. Veränderung gehören zum Leben auf unserem Planeten, nur dort zeigen sie sich besonders drastisch … mit signifikanten Folgen für Mensch und Tier.
Grönland …
… ist die größte Insel auf unserem Planeten. Der größte Teil der Insel ist von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckt. Gletscherlandschaften finden wir auch an den teilweise eisfreien Küsten. Und vor manchen der Küsten da liegt das Eismeer.
… nein, nicht nur schmelzende Gletscher
… als Auswirkung des Klimawandels. Diese spielen hier zwar eine Hintergrundrolle, allerdings nicht als vordergründiges Motiv der Fotos. Ragnar Axelssohn will hier Geschichten erzählen, die er mitunter selbst miterlebt hat. Nach Grönland kommt dieser Fotograf regelmäßig. Im Rahmen dieser regelmäßigen Besuche schloss er eine beständige Freundschaft mit Hjelmer Hammeken, der ihn auch auf seine Jagdtouren u.a. auf dem zugefrorenen Eismeer mitnahm. Nicht ganz ungefährlich diese Eisbär- und Robbenjagden … es gab in der entsprechenden Region in Ostgrönland wiederholt Verschollene und Todesfälle … der Klimawandel macht natürlich auch an diesem nördlichen Rand unseres Planeten nicht Halt! Das Eis wird dünner …
… berührende Fotoreportage
In meisterhaften schwarzweißen Fotoarbeiten und dazugehörigen Texten erzählt der Fotograf von der Lebensweise der oftmals einsamen Jäger in dieser eisigen Landschaft. Eine Lebensweise, die aber gerade durch die Erderwärmung langsam aber sicher an ihr Ende kommt, viele der dortigen kleinen Siedlungen sind de facto verlassen und selbst die etwas größeren werden stetig kleiner. Die Zukunft diese harten und auch entbehrungsreichen Lebens ist bedroht … definitiv. Traurig, aber sehenswert.
Eine Kleinigkeit an alle Besucher: die Texte sind keine begleitenden Beschreibung. Man versteht die Bilder erst dann wirklich, wenn man sich auch mit den Erzähltexten beschäftigt. Darum sollte man so etwa anderthalb Stunden Zeit mitbringen. Auch wird im Rahmen der Ausstellung ein Film über das Projekt gezeigt, der dem Besucher einen Eindruck von der Freundschaft von Fotograf und Jäger vermittelt.
… die Ausstellung
… ist im Kunstforum der Versicherungskammer am Thierschplatz in München zu sehen, direkt am Aufgang der U Bahn Station „Lehel“. Näheres über Öffnungszeiten findet ihr hier: auf der Website des Kunstfoyers. Zu sehen ist sie bis zum 01.11.2026!
Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Facebook, Instagram, und fotocommunity.de

Geri ist leidenschaftlicher Fotograf mit einem intensiven Blick für verborgene Details. Er arbeitet ausschließlich digital und zeigt seine Arbeiten u.a. auch bei 24notes.


No Comments