Das Wesen der Perspektiven - 24notes
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Das Wesen der Perspektiven

Bildbetrachtung

Das Wesen der Perspektiven

Ich stelle die These in den Raum: jeder Betrachter sieht ein Bild anders. Keiner sieht genau dasselbe wie ein anderer. Die Betonung liegt hier selbstverständlich auf dem Wort genau, denn Ähnlichkeiten und Parallelen findet man natürlich bei Beschreibungen ein und desselben Bildes oder Gegenstands. Aber hundertprozentig gleich? Das halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit. Hier müssen wir das Wesen der Perspektiven einmal näher betrachten. Ich versuche dies einmal hier an einem einfachen Beispiel zu demonstrieren.

Faktoren für die Sichtweise

Nehmen wir hierzu einen räumlichen Gegenstand im Freien. Für jeden Betrachter, der ihn sich ansieht, zeigt sich dieser ein wenig anders. Und wie der Gegenstand aussieht, das hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Da haben wir zum einen den zeitlichen Faktor: Um sechs Uhr morgens während der Dämmerung präsentiert er sich in einem anderen Licht als um 12 Uhr nachmittags. Weiter spielt an dieser Stelle das Wetter eine wichtige Rolle. Bei strahlendem Sonnenschein tritt der Gegenstand anders in Erscheinung als bei bewölktem Wetter, oder etwa bei Nebel. Bei Regen zeigt er sich mit der nassen Oberfläche wiederum in einem anderen Bild.

Ein sechsjähriges Kind sieht den Gegenstand von einem tieferliegenden Ausgangspunkt als ein Erwachsener. Und es sieht ihn eben durch die Brille eines Kindes, nicht durch die eines Erwachsenen. All dies nur einige wenige Beispiele, um das Phänomen zu beschreiben.

Vertikale Varianten

Mit dieser Bilderserie möchte ich schwerpunktmäßig  Varianten in Bezug auf den vertikalen Blickwinkel zeigen. Zwangsläufig ergaben sich auch zwischen den Bildern gewisse Unterschiede aufgrund der Entfernung, wobei ich dies hier als Nebensächlichkeit sehe. Ich habe beim Fotografieren dieses Gegenstands kein Winkelmaß verwendet. Mir geht es hier weder um eine Mathematikstunde noch um eine Vermessung.

Betrachtung

Sehen wir uns also diese drei Bilder ganz einfach mal an. Wir nähern uns dem Gegenstand von unten vorne, „fliegen“ dann um seine obere Kante und blicken auf seine Oberfläche. Nur nebenbei: für diese drei Fotos brauchte ich nicht etwa eine Drohne: ich habe sie allesamt mit dem Handy geschossen und mit Lightroom und Photoshop etwas nachbearbeitet.

 

…und die Moral von der Geschicht…

…so dumm dieser Satz vielleicht auf den ersten Blick daherkommt, so hat er hier seine Berechtigung. Wie wir letztlich eine Sache beurteilen, das hängt eben ganz wesentlich vom Blickwinkel ab. Eben aus diesem Grund gibt es eben weder Schwarz noch weiß, kein Gut und Böse, kein Hui und Pfui. Schon bei einer solchen Betrachtung muss das klar werden. Das Leben bietet da noch wesentlich komplexere Konstellationen.

Last but not least…

…auch wenn die Bilder fast monochrom wirken, schwarzweiß ist nur das Titelbild – ansonsten haben wir hier Farbfotografien vor uns. Man beachte die Details, spätestens nach dem Anklicken sieht man es eindeutig in der Vergrößerung…

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