Leckere Resteverwertung: Brotchips - 24notes
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Leckere Resteverwertung: Brotchips

Nachhaltiges Essen bedeutet auch: Wenig wegwerfen. Und was richtig häufig übrig bleibt, ist Brot. Doch was tun mit dem Altbackenem? Da ich für salziges Knabberzeugs eine ausgeprägte Schwäche habe, mache ich aus den Brotresten unserer Familie immer gerne Brotchips.

Brotchips – jedes Brot geht

Es eignet sich wirklich jedes Brot, auch Vollkorn- oder Körnerbrote. Als Erstes teile ich das Brot in etwa 3 cm dicke Scheiben, die ich darauf halbiere. Aus diesen Brotstreifen schneide ich etwa 3mm dicke Chipsstücke. Das geht mit dem trocken gewordenen Brot recht einfach.

Die Chipsstücke kommen nun aufs Backblech, werden mit Olivenöl beträufelt und mit Salz und Kräutern gewürzt. Sehr gerne verwende ich Thymian oder Oregano. Nun dürfen die Brotchips für etwa 8-10 Minuten bei 150° Grad in den Backofen. Je nachdem wie dick sie geschnitten sind, können sie auch mal eher fertig sein. Zwischendurch nachzuschauen ist lohnenswert.

Ja, das war’s schon. Viel Spaß beim Nachmachen und Genießen.

So richtig alt werden die Brotchips bei uns in der Familie nie. Sie sind einfach zu lecker. Eine Anmerkung noch: Weißbrot eignet sich für die Brotchips am wenigsten. Dieses verarbeiten wir lieber zu Semmelbrösel.

Brot verdient Wertschätzung.

Wenn ich mir vor Augen führe, dass in Deutschland pro Tag etwa 1400 Tonnen Brot weggeworfen werden, finde ich das erschütternd. Ein Großteil des Brotes fliegt allerdings nicht beim Endverbraucher, sondern schon beim Bäcker auf den Müll. Wie das kommt? Wir Verbraucher wünschen uns beim Brotkauf stets frische Ware über das gesamte Sortiment, bis zum Ladenschluss. Backwaren, die einen Tag oder älter sind, gelten als unverkäuflich. Was der Bäcker nicht selbst weiter verwerten kann, wird weggeworfen.

In unserer Familie versuchen wir daher einen wertschätzenden Umgang mit Brot (und Lebensmitteln allgemein) zu leben. Das erfordert eine bewusste Mengenplanung: Nur so viel kaufen, wie wir essen können. Auch muss das Brot sinnvoll aufbewahrt werden. Wir verwenden dafür seit Jahren Brotdosen aus Birkenrinde. So gelagert bleibt das Brot gut drei Tage verwendungsfähig. Am Ende verwerten wir die Brotreste so gut es geht.

Verwendungsmöglichkeiten von altgewordenem Brot.

Das altbackene Brot in Würfel schneiden, trocknen lassen und in einem Leinenbeutel an einem trockenen Ort aufbewahren. Dann schimmelt auch nichts. Die Brotwürfel können nun zu Semmelbrösel oder Croûtons verarbeitet werden, sie dienen als Grundlage für eine Brotsuppe oder für Semmelknödel. Auch für arme Ritter kann altes Brot verwendet werden. Dafür das alte Brot in Scheiben aufheben.

Welche Ideen zur Verwertung von altem Brot kennst du noch?

(Fotos: 24notes)

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