Taxi - 24notes
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Taxi

fotografische Fahrt durch die Nacht

Taxi

„Du hältst mich wach, im Taxi durch die Nacht“….so lautet eine Zeile aus einem Song des bekannten deutschen Sängers Klaus Lage. Ich bin ein Nachtmensch…und vor der Coronakrise bin ich auch hin und wieder mal spät in der Nacht im Taxi heimgefahren…weil ich eben nun mal den letzten „Lumpensammler“ verpasst habe. Bei einer solchen Fahrt habe ich einmal den Blick durch die Windschutzscheibe bei nächtlichem Regen fotografiert – mit dem Mobiltelefon. Lichter der Großstadt…nein, nicht die Lichter der Dekadenz! Sondern jene Lichter, die die Großstadt selbst in der jetzigen Zeit zeigt, in der das öffentliche Leben heruntergefahren ist. Vorausgesetzt es regnet…

Zur Zeit allerdings fahre ich nicht mit dem Taxi. Muss nicht sein…

Künstler – gehören sie zum Rückgrat der Gesellschaft?

Ich habe es hier bei 24notes bereits vor kurzem schon einmal gesagt: ich finde definitiv ja! Nicht nur diejenigen, die auf Youtube versuchen den Leuten in dieser öden Zeit etwas Abwechslung zu bieten. Auch das ist verdammt wichtig. Wenn wir schon nicht raus können, dann wenigstens ein paar gute Videos anschauen! Wenigstens das muss dann schon sein! Auch wenn es „nur“ der Unterhaltung dient

Künstler haben aber auch die Aufgabe das aufzuzeigen, was schlecht oder suboptimal läuft. Gerade in einer Krisenzeit verdammt wichtig! Zur Zeit herrscht Chaos, nicht nur wegen des Virus. Aber trotzdem leben wir in einem Rechtsstaat. Meinungsfreiheit ist und bleibt eines unserer Elementarrechte. Krise hin, Krise her, ich will aus diesem Anlass nicht etwa ein „Gesetz zum Schutz für Bürger und Staat“. Ich hoffe einige verstehen diese Aussage noch. Ebenso wenig eine Tracking App auf meinem Handy, die mich auf Schritt und Tritt überwacht. Keinen Orwellschen Überwachungsstaat und auch kein System wie in der Volksrepublik China.

Worin man uns zurzeit beschneidet sind keine Luxusvergnügungen – es sind GRUNDRECHTE – verbürgt in den ersten zwanzig Artikeln unseres Grundgesetzes. Keine leeren Floskeln, sondern geltendes Recht. Beschränkungen darf es nur als ultima ratio geben…das darf nicht einfach so locker vom Hocker gemacht werden, weil es aus irgendwelchen Gründen sinnvoll sein könnte! Die Einzelheiten möchte ich hier offen lassen – grenzwertig ist allerdings defintiv vieles, was zur Zeit passiert.

Krisenmanagement

Was wir zur Zeit erleben ist Krisenmanagement. Ganz egal, zu welchen Anteilen diese Krise nun naturgemacht oder menschgemacht ist. Spielt keine Rolle. Alle daran Beteiligten, von der Putzfrau im Krankenhaus bis hin zu den Verantwortlichen der Politik arbeiten am Limit. Keiner von ihnen (oder zumindest die meisten) hat momentan die Zeit und Muße, hier noch über den Tellerrand zu schauen. Das hat nichts mit Unfähigkeit oder Ignoranz zu tun…Auch mir würde nach einem Zwölf Stunden Tag im Krankenhaus der Schädel platzen…für irgendwas, was mit Politik zu tun hat, hätte ich Null Nerv! Geht wohl jedem so.

Trotz Corona – Meinungsfreiheit gilt weiter!

Aus diesem Grund sind die Grundrechte auf freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, Freiheit von Kunst und Wissenschaft in Artikel 5 GG verbürgt. Es ist eben der Job von Reportern, Journalisten, Künstlern und Wissenschaftlern von diesem Recht auch Gebrauch zu machen. Außerdem kann auch jeder mal einen Leserbrief in der Zeitung schreiben. Oder im Internet in einem Diskussionsforum etwas zu einer Sache sagen. Hier sehen wir trotz der massiven Beschränkungen: wir leben noch in einem Rechtsstaat, man darf hier seine Meinung sagen. Noch macht uns dies hier niemand streitig. Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass viele in unseren Land nach einem autoritären Staat schreien. In vielen Staaten, leider auch in einigen in der Europäischen Union, ist dies mittlerweile bereits ganz oder teilweise eingetreten.

Nachtfahrt im Taxi

Wer in München schon ab und zu mal Taxi gefahren ist der weiß: kein Taxifahrer kennt hier alle Straßen. Ist auch komplett unmöglich! Die meisten haben ein Navigationsgerät. Aber manchmal geht’s eben doch schneller und billiger, wenn man den Taxler bei der Fahrt etwas lotst. Die meisten finden das auch OK. Auch wenn ich etwa sehe, dass bei Nacht ein völlig schwarz gekleideter Radfahrer blitzschnell aus einer Seitenstraße kommt…ich sag’s dem Fahrer. Wohl kaum ein Taxler hat wirklich Lust auf einen Unfall…Krisenmanagement? Na gut, das wäre vielleicht jetzt etwas zu viel gesagt, aber trotzdem…nicht nur jetzt in der Krise, ich sehe die Dinge kritisch, beobachte bei meiner Nachtfahrt mit dem Taxi was draußen passiert – und wenn nötig, dann sage ich auch mal „Halt!“

Ich finde gerade die jetzige Zeit zeigt uns, dass wir verdammt noch mal einfach mitdenken und manchmal auch unsere Meinung sagen müssen. Ich hoffe nicht, dass schon in naher Zukunft uns ein totalitärer Staat die offizielle Linie vordiktiert!

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