Brügge.... - 24notes
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Fotoimpressionen

Brügge….

Brügge….

Der Name der Stadt Brügge sagt vielen etwas, denn vor inzwischen zehn Jahren gab es einen erfolgreichen Kinofilm mit dem Titel „Brügge sehen… und sterben“. Das Filmdrama ist harter Tobak, doch wirft es auch einen guten Blick auf die mittelalterliche Stadt im flämischen Teil Belgiens. Ich selbst habe den Film erst nach meinem Besuch in der Stadt gesehen. In erster Linie bin ich hingefahren, weil ich diese Stadt einfach kennenlernen wollte. Schon damals habe ich viel fotografiert und ich wusste, dass es dort einiges gibt, was ich mit der Kamera festhalten kann. Daneben wollte ich auch etwas entspannen und Urlaub machen.

Brügge lohnt sich…

…vor allem für Kultur- und Kunstinteressierte, die hier in jedem Fall auf ihre Kosten kommen, nicht nur Leute mit konservativem Geschmack. Ideal für einen Besuch ist ein verlängertes Wochenende. In drei Tagen lässt sich die Stadt mit ihrem mittelalterlichen Kern und ihren Sehenswürdigkeiten einschließlich Museen bequem erkunden, inklusive einem  Abstecher an die Küste, etwa nach Knokke oder Blankenberge. Am besten besorgt man sich die Infos in der dortigen Tourist Information.

Eine fotogene mittelalterliche Stadt

Diese Aussage darf man wörtlich nehmen. Die Kamera sollte man überall dabei haben, auch im recht gut besuchten Stadtzentrum.

Allem voran lohnt sich das Fotografieren meiner Meinung nach aber am Rand der Innenstadt und auch in einigen Gegenden außerhalb der Stadtmitte. Zum einen ist es hier im Vergleich zum Stadtkern recht ruhig, vor allem aber findet man hier wirklich interessante Motive. Und zwar jeder, der gerne fotografiert, nicht nur diejenigen, die klassische Bildmotive bevorzugen. Mir persönlich haben es unter anderem die vielen Kanäle angetan, wo sich tolle Spiegelmotive finden. Je nach Wetter kann man da also durchaus experimentell fotografieren – bei Sonnenschein Spiegelungen mitsamt Schatten. Auch Freunde der Schwarzweißfotografie kommen hier voll auf ihre Kosten. Leider hatte ich das Pech, dass ich während meines Aufenthaltes herum gekränkelt habe. Andernfalls hätte ich wesentlich mehr mitnehmen können, inklusive mehr Fotos geschossen.

Meine Fotos von vor sechs Jahren…

…die möchte ich jetzt auszugsweise zeigen. Obwohl ich sonst eher abstrakt oder experimentell als klassisch arbeite habe ich die mittelalterliche Stadt Brügge in positiver Erinnerung behalten. Man kann hier zwar wunderbar klassische Motive fotografieren, trotzdem sollte man die Möglichkeiten für eher progressive Fotografen nicht unterschätzen. Allein die Spiegelmotive in den Kanälen motivieren zum herum experimentieren. Für eine Fototour (und auch einen Kulturtrip) fahre ich gerne zweites Mal hin, allerdings sicher nicht mehr mit der Erwartung, dort könnte ich Sommerurlaub machen.

Nicht während der Hauptsaison im Sommer

Während der Hauptferienzeit im Sommer sind sowohl die Stadt Brügge, und erst recht die ganze 65 km lange belgische Nordseeküste hoffnungslos überlaufen. Darum möchte ich wirklich jedem davon abraten, während dieser Zeit dort hinzureisen. Um es noch näher zu beschreiben: an weiten Teilen entlang der Küste bin ich mit dem Fahrrad, trotz der guten Radwege die es dort gibt, nur im Schritttempo vorangekommen.

Gelohnt hat sich indessen eine Radtour nördlich aus Brügge heraus in Richtung niederländische Grenze, am Kanal entlang nach Damme (das Bild mit der Kirche). Hier kommt man wirklich aus der Hektik heraus. Ich lasse hier die Bilder sprechen.

Urlaub an der belgischen Küste?

Hinfahren und sich das ganze einmal anschauen lohnt sich schon. Allerdings: mehr als die Hälfte, wenn nicht sogar drei Viertel der belgischen Küstenlinie sind gnadenlos mit hässlichen Betonbunkern verbaut. Also wer da schon in Orten wie Westerland auf Sylt oder im niederländischen Zandvoort meint, es gäbe dort zu viele Bausünden, dem rate ich von einem Urlaub an der belgischen Nordseeküste tunlichst ab. Auch wenn die Leute in der Gegend wirklich OK sind, allem voran gastfreundlich und hilfsbereit. Gut, es ist dort nicht langweilig, es gibt zahlreiche Festivitäten und Veranstaltungen aller Art, und auch einiges zu besichtigen. Und man kommt mit der Küstentram, die die ganze Küstenlinie entlang fährt leicht von einem Ort zum anderen. Zwischen den Betonbauten und dem Strand gibt es meist breite Promenaden – trotzdem herrscht hier während der Hauptferienzeit absolut Großstadttrubel.

Also mein Tipp: ein verlängertes Wochenende, sprich drei volle Tage, reichen. Es sei denn, man will in Brügge eine ausgiebige Fototour machen, dann kann man ein oder zwei Tage anhängen. Absteigen tut man am besten dort und fährt dann die 20 Kilometer an die Küste mit dem Auto oder dem Zug, für so ungefähr einen halben Tag.

Tipp am Rande. Ich selbst habe auf dem Rückweg noch ein paar Stunden Zwischenstopp in Brüssel gemacht und mir das Museum über René Magritte angeschaut. Lohnt sich. Wer Brüssel aber noch nicht kennt, der sollte auch dort zumindest ein ganzes Wochenende einplanen.

Eine Serie über die belgische Küste zeige ich demnächst hier bei 24notes.

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Geri ist leidenschaftlicher Fotograf mit einem intensiven Blick für verborgene Details. Er arbeitet ausschließlich digital und zeigt seine Arbeiten u.a. auch bei 24notes.

1 Comment
  • Bernd (bildausschnitte)
    Posted at 21:00h, 08 September Antworten

    Habe den Film vor kurzem auf Netflix gesehen und mir auch gedacht, diese Stadt muss gesehen werden. Deine Fotos geben sehr schöne Ein-und Ausblicke wider. Sehr ruhige und stille Bilder. Schön.

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