Die 4 Schlüssel zum Glück - 24notes
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Die 4 Schlüssel zum Glück

Die 4 Schlüssel zum Glück

Was bedeutet es, glücklich zu sein?

Diese Frage nach dem Glück stellte neulich mein guter Freund Stefan* auf Facebook. Gekürzt kam es zu folgender Diskussion:

Frank*: „Glück ist, im Reinen mit sich selbst zu sein und gute Freunde zu haben, mit denen man es teilen kannst.“

Dieter: „Glück ist ein flüchtiges Gut- nie von Dauer. Kann man Glück als Abwesenheit von Leid definieren?“
Stefan*: „Ist Glück also ein Gut? Kann man es dann irgendwo kaufen?“
Dieter: „Warum stellst du dir diese Frage?“
Stefan*: „Weil alle glücklich sein wollen, und es scheint toll zu sein.“

Wolfgang*: „Ich bin glücklich, wenn ich zufrieden bin.“

Klaus*: „Ich bin glücklich, wenn ich viel Geld habe und nicht arbeiten muss.“
Kathrin*: „Es gibt auch Leute, die glücklich sind, wenn sie arbeiten können.“

Lena*: „Gesundheit ist das größte Glück.“

Fassen wir daraus eine Vorstellung von Glück zusammen:

Glück ist ein Zustand lange währenden Wohlbefindens, der sich von Zufriedenheit, Lebensfreude, körperlichem Wohlergehen und materieller Sicherheit begründet.

Letztlich ist diese Definition weder umfassend noch wird sie jedem Individuum gerecht.  Erfüllte Bedürfnisse scheinen jedoch die Schlüsselstellung einzunehmen. Allerdings kommt es stark auf die jeweils gegebene Lebenssituation des einzelnen Menschen an: eine Familie, die kaum genügend zu Essen hat, für die ist eine einfache, sättigende Brotzeit ein sehr bedeutendes Glück. Dagegen kann ein aufwendiges Essen im Sternerestaurant  für den luxusgewohnten Zweitporschefahrer sehr enttäuschend sein, wenn es den gestellten Erwartungen nicht entspricht.

Mehr haben, mehr wollen

Im Prinzip gilt immer dasselbe:  je mehr wir haben, umso größer werden unsere Ansprüche. Damit scheidet materieller Reichtum als Weg zum Glück schon mal aus – so denn die Grundbedürfnisse wie Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken, ein gesichertes Nahrungsangebot sowie ein Dach über dem Kopf befriedigt sind.

In eine andere Richtung weist ein  Artikel der Zeit Online in der Serie Glück und Geld: Glück gleich Realität minus Erwartungen.  Wenn du also sehr viele und große Erwartungen hast, rutscht diese Gleichung schnell ins Minus. Ein plakativer Spruch, der bei näherer Betrachtung viel alte Weisheit entdecken lässt.

alte Einsichten

Schon vor etwa 2500 Jahre kam ein Mann im Schatten eines Baumes sitzend ein ganz ähnlicher Gedanke: das Loslassen von Erwartungen führt zum Glück. Der Mann, man nannte ihn später Buddha, formulierte das damals so:

Leben heißt leiden und das Begehren ist die Ursache allen Leidens. Der Weg zum Glück führt über die Achtsamkeit und  – damit verbunden-  das Loslassen aller Vorstellungen, wie die Wirklichkeit denn sein solle.

Glück ist kein Zustand, sondern ein Weg

Wir sehen: Glück ist kein Zustand, sondern ein langer Weg. Ein sehr langer sogar. Wo liegen nun die Wegmarken? Welche Tore sind zu durchschreiten? Wo sind die Schlüssel dazu zu finden?

1. Gesundheit

Ein achtsamer und verantwortungsvoller Umgang mit deinem Körper helfen dir, als wertvoller Teil der Gemeinschaft leben und wirken zu können

2. Zufriedenheit und innere Stärke

Ein spiritueller Weg mit Meditation hilft, sich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu fokussieren. Du lernst dabei nach und nach, (falsche) Erwartungen  aufzugeben und du entwickelst daraus eine nachhaltige Zufriedenheit und innere Festigkeit.

3. Großzügigkeit und Mitgefühl

Schenken ist oft schöner, als beschenkt zu werden. Darum ist Großzügigkeit gegenüber anderen wichtig und richtig. Mitgefühl am rechten Ort heißt aufeinander achten. Buddha sagt dazu:

Wenn ihr nicht gegenseitig aufeinander schaut, wer sonst sollte das für euch tun? Wer mich (Buddha) pflegen würde, soll auch die Kranken pflegen.
(Vinaya)

4. Vergebung und liebende Güte

Lässt Hass und Neid verschwinden.

Noch nie in dieser Welt Hat Hass gestillt den Hass Nur liebende Güte stillt den Hass Dies ist ein ewiges Gesetz (Dhammapada, Vers 3-5)

Wo weder Hass, Neid noch Missgunst herrscht, gibt es nur noch die Liebe. Als Paar, als Familie, als Gemeinschaft.

Eigentlich sind das alles Binsenweisheiten. Wir müssten nur mal anfangen, danach zu leben. Das Schöne daran ist, dass das persönliche Glück von dem der Gemeinschaft sich im Wesentlichen nicht unterscheidet. Das ist ein äußerst bemerkenswerter Gedanke  – gerade in unserer übermäßig materialistisch und selbstbezogen geprägten Gesellschaft.

Alle Dinge entstehen im Geist Sind unseres mächtigen Geistes Schöpfung Rede mit reinem Geist Handle mit reinem Geist und Glück wird dir folgen wie der Schatten dem Körper folgt und nicht weicht. (Dhammapada, Vers 2)

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*Namen geändert
(Photo by Larm Rmah on Unsplash)

Autor, Fotograf, Blogger und Initiator von 24notes, dem Magazin für Literatur, Fotografie und der Kunst, das Leben zu verstehen.

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