Feelings
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Feelings

Ausstellung in der Pinakothek der Moderne in München

Feelings

Eine ganz besondere Ausstellung gibt es zurzeit in der Pinakothek der Moderne. Nämlich eine mit zeitgenössischer Kunst, sprich mit Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Installationen etc. ganz unterschiedlicher Art. Betritt man die Ausstellung, dann fällt spätestens auf den zweiten Blick eine Sache auf: man findet zu den Bildern keine weiteren Informationen, also weder den Titel des Kunstwerks noch den Namen des Künstlers…warum das denn? Der Titel „Feelings“ deutet es an…

…es geht um die Wirkung auf den Betrachter

…sprich, sein Gefühl, das bei ihm entsteht, wenn er sich ein Werk ansieht. Hier haben wir eben weder eine Werkschau bzw. Retrospektive über einen bestimmten Künstler noch die künstlerische Umsetzung eines bestimmten Themas. Hier geht es – ausnahmsweise, so muss ich vermerken – einmal um etwas ganz anderes: der Besucher soll die Bilder auf sich wirken lassen und sich auch seinen Reim darauf machen.  Ohne dass er weiß, wer sie geschaffen hat und welchen Namen sie tragen…

…denn die Namen der namhaften Künstler sucht man vergeblich…

…zumindest bei den Kunstwerken. Vor uns haben wir hier zeitgenössische Kunst von renommierten Künstlern. Auch ich möchte hier ganz bewusst keine Namen nennen. Ich möchte jemanden, der diesen Artikel hier liest die Chance überlassen, dass er „völlig unwissend“ in die Ausstellung hineingehen und die Werke auf sich wirken lassen kann. Denjenigen, die alljährlich an Weihnachten vor dem Heiligen Abend den „Schlüsselgucker“ spielen, denen sei gesagt, dass sie auf der Homepage der Pinakothek der Moderne die Namen der ausgestellten Künstler finden (ich weiß nicht, ob ich das an dieser Stelle gut finden soll, dass man sich vonseiten der Pinakothek dazu entschieden hat) plus einer pdf Datei, wo man sich kurz über die Werke informieren kann. Auch gibt es in der Ausstellung einen Touchscreen, an denen sich der Besucher Grundinformationen über die einzelnen Werke einholen kann.

…keine Geheimniskrämerei…

…also wem z.B. hier in München das Museum Brandhorst gefällt, in Frankfurt das MMK, in Hannover das Sprengel Museum oder in Berlin das Museum Hamburger Bahnhof, der wird von jener Ausstellung mit dem Namen „Feelings“ in der Münchner Pinakothek der Moderne sicher nicht enttäuscht sein. All die genannten Häuser habe ich im Lauf der ungefähr letzten zehn Jahre bereits ein- oder mehrmals selbst besucht. Und selbst wer von weiter her nach München anreist, der hat bei Nichtgefallen die Möglichkeiten, im selben Haus zahlreiche andere Kunstwerke aus dem Zwanzigsten Jahrhundert (und später) zu bestaunen, etwa von den Künstlern der „Brücke“, von Picasso, von Baselitz, oder auch von Joseph Beuys.

…auch für Fotografen interessant?

…ich persönlich meine: definitiv ja. Gerade bei der Fotografie geht es ja darum, dass ein gutes Bild den Betrachter in seinen Bann ziehen soll. Ob ein Bild gefällt oder nicht, das ist in erster Linie eine Bauchsache und erst in zweiter Linie eine Frage des Intellekts. Vor allem zählt der berühmt berüchtigte erste Eindruck mehr als bei allen anderen Formen der Kunst. In unserer heutigen Umwelt werden wir nämlich von Fotografien regelrecht überschwemmt. In der realen Welt und erst recht in der virtuellen Welt. Eben deswegen glaube ich, dass diese Ausstellung gerade auch für Fotografen und Fotokünstler, aber auch allgemein für Fotoliebhaber sehr anregend sein kann. Ich selbst kenne mich mit Werbepsychologie nur ganz wenig aus, aber ich wage zu behaupten, dass die Ausstellung vielleicht sogar Werbefachleuten interessante Impulse geben kann. Was zieht uns an, was stößt uns ab, wann geben wir einem Kunstwerk Aufmerksamkeit?

Auch Fotokünstler und Fotografen beschäftigen sich mit diesen Fragen, und daher lohnt sich gerade auch für Leute wie unsereins speziell diese Ausstellung. Bis zum 4.Oktober 2020 ist noch Zeit für einen Besuch.

Beiläufig: die Fotos in der Bilderfolge oben sind auf meinem eigenen Mist gewachsen, stammen also nicht aus der Ausstellung. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht darüber äußern, warum ich sie hier zeigen möchte. Dies zu beurteilen möchte ich gleichfalls dem Gefühl der Leser überlassen.

DIE PINAKOTHEK DER MODERNE IST WIEDER GEÖFFNET!

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